Als dritten und letzen Veranstaltungsstützpfeiler des vergangenen Jahres zählte er das alle Vereinsmitglieder fordernde Weihnachtskonzert auf. Besonders hier sei die Vorbereitung schwierig gewesen, erklärte der Lannert. "Schließlich spielt nicht jeder gerne ab September Weihnachtslieder." Und auch nicht alle glaubten an eine Harmonie zwischen Alphörnern und Blasinstrumenten, fügte er schmunzelnd hinzu.
Trotz einigen Anfangsschwierigkeiten war das Konzert dennoch ein großer Erfolg, was 600 begeisterte Zuhörer mit viel Applaus bestätigten. Und das brachte Lannert zum dritten Punkt, den er seinem Kameraden an diesem Abend auf den Weg gab: Es können nie die Interessen aller Beteiligter ideal erfüllt werden. Entscheidend für ein Orchester sei die Gesamtwirkung auf sein Publikum - Applaus und Kritik gehöre schließlich allen. "Und nur wenn jeder seine Einzelinteressen der Gesamtheit unterordnet und sich trotzdem voll und ganz einbringt, werden wir als Orchester weiterhin unser Publikum gut und immer besser unterhalten können."
Dirigent Benedikt Schütz setzte in seinem Resümee drei Schwerpunkte zum Thema Leistungsstand, Probenarbeit und Jugendausbildung. Für Ersteres sei natürlich die Qualität ein wichtiger Maßstab. Da Faktoren, wie Chorgröße, Ort, Anlass und Stimmung weitestgehend die Musikauswahl vorbestimmen, sei "die Literatur" weitgehend vorgegeben, erklärte der Dirigent.
Seit Absetzung des traditionellen Jahreskonzertes fehle allerdings ein wichtiger Bereich, der für die Weiterentwicklung des Orchesters unverzichtbar sei. Zeitgenössische und originale Blasorchesterliteratur könne so nur unzureichend geübt werden, und dass, obwohl sich an solchen Stücken ein modernes Blasorchester messen lassen muss. Daher solle für die Zukunft wieder ein normales Jahreskonzert ins Auge gefasst werden. Das Orchester solle nicht zu sehr in die "Pop- und Rockmusik abdriften."
Ein wichtiger Eckpfeiler im Vereinsleben sei die Jugendarbeit. Diese soll in diesem Jahr noch weiter verstärkt werden. Ziel müsse es sein, die Kinder und Jugendlichen nicht nur musikalisch, sondern auch "auf geselliger Ebene zu integrieren." So soll nicht nur angestrebt werden, alle Kinder im Weihnachtskonzert eine Rolle zuzuweisen, sondern sie auch mit Ausflügen, Grillen oder einer Jugendweihnachtsfeier in das Vereinsleben einzufügen.
Rechner Georg Schütz erläuterte die finanzielle Situation des Vereins. Diesem wurde von den Kassenprüfern eine vorbildliche Kassenführung bescheinigt. So dass Vorstand und Rechner einstimmig entlastet wurden.
Vorgeschlagen wurde er von dem ehemaligem Fürther Kaplan Markus Kölzer, der mittlerweile Präses der Kirchenmusiker im Mainzer Diözesenverband ist.